Häufig gestellte Fragen (FAQ) zu AKderm:


Klinische Erfahrung:

Geeignet ist AKderm für einen Einsatz bei isolierten Aktinischen Keratosen, Morbus Bowen und oberflächlichen Basalzellkarzinomen. Der Einsatz bei sämtlichen zugelassenen ALA- oder MAL-haltigen Sensibilisatoren (Alacare®, Ameluz®, Metvix®) in den jeweils ausgewiesenen Indikationsgebieten ist möglich.

 

Möglichkeiten der Kühlung bei Schmerzen:

Aufgrund der Größe des Beleuchtungsfeldes treten Schmerzen nur in geringem Umfang auf. Bei Bedarf können nach der Beleuchtung übliche Maßnahmen wie kalte Kompressen o.ä. zum Einsatz kommen. Simultane Kühlung erübrigt sich, da das System direkt auf der Haut aufgesetzt wird.

 

Beleuchtung größerer zusammenhängender Areale (z.B. Feldkanzerisierung der Kopfhaut):

Diese Form der Anwendung ist mit AKderm nur in sequentieller Anwendung möglich. AKderm ist speziell für die Beleuchtung von Einzelläsionen entwickelt worden, da diese Situation sich in praxi am häufigsten einstellt.

 

Handling bei der gezielten Bestrahlung kleinerer Areale (z.B. der Nasolabialregion):

Die Kurvatur der Haut an bestimmten Stellen setzt dem Einsatz des Gerätes natürlich gewisse Grenzen. Durch entsprechende Drehung oder Kippung des Gerätes lässt sich aber in bestimmten Regionen auch ein Kontakt mit konkaven Flächen herstellen, vergleichbar dem Einsatz eines Dermatoskopes.

 

Vorteile/Grenzen des Gerätes im Vergleich zu anderen Lampen:

  • Bei AKderm handelt es sich um ein Kleinflächenbeleuchtungsgerät. Der Vorteil ist der direkte Kontakt des Systems mit der Hautoberfläche, dadurch werden mögliche Fehlerquellen und Unterdosierungen (z.B. durch Patientenbewegung) entscheidend verringert.
  • Die verbauten Hochleistungs-LED sind bei 630 nm ideal auf Protoporphyrin IX abgestimmt.
  • Die Beleuchtungszeit zum Erreichen von 37 J/cm2 liegt bei etwa 6-7 Min.
  • Im Gegensatz zu anderen Systemen erfolgt keine unnötige Belastung der Haut mit anderen Lichtqualitäten außerhalb 630 nm +/- 5nm.
  • Die Fläche der Sensibilisatorauftragung ist begrenzt (z.B. bei Verwendung von ALA-Pflaster auf 2x2 cm); Dadurch werden der phototoxischen Schaden in der Umgebung (keine Mit-Illumination der Ränder) und die Schmerzhaftigkeit der PDT minimiert.
  • Im günstigsten Fall kann der Patient während der Beleuchtung das Gerät selbst halten (das hat sich in der praktischen Anwendung durchaus bewährt), die Gefahr des Verrutschens ist minimal und die aktive Einbindung des Patienten in den Behandlungsprozess trägt, vor allem bei sehr schmerzempfindlichen Patienten, zur besseren Verarbeitung möglicherweise auftretender Schmerzen bei.